Alaska Highway Mile 0 - 1978 and Today

300 Kilometer vom Gregg See bis nach Grande Prairie, Alberta. Fast könnte man meinen, wir fahren entlang der Schwarzwald-Hochstraße. Mit dem kleinen Unterschied, dass es auf der gesamten Strecke nur eine Kleinstadt gibt, die Wälder links und rechts der Straße unendlich scheinen. Nach einem Besuch beim Fremdenverkehrsamt entschließen wir uns, noch bis Dawson Creek in British Columbia weiterzufahren.
120 Kilometer - Abfahrt: 15:30 - Ankunft: 16:00 Uhr. Rasender Sepp? Nein - wir wechseln die Zeitzone zu Pacific Time.
In Dawson Creek ist Meile Null des Alaska Highways. 2.288 km mitten durch die Wildnis Kanadas und Alaskas führt diese legendäre Straße, Zugang zu einer faszinierenden Natur. Das heutige Bild zeigt den Startpunkt des Highways, fotografiert von Sepp und Ebi 1978, als sie auf ihrer Kanada-Tour waren.
http://www.alaskahighway.de/
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HWY 40 is a scenic alternative to reach Mile „0“ (Dawson Creek), only forests and rolling hills till you reach Grande Prairie. A friendly visitor center offers not only free WiFi but also a FREE bison meat buffet (only Wednesdays from 16:00). The last 100 km to Dawson is a typical prairie road, visibility up to the horizon.
Mile “0” still looks similar to 33 years ago only the buildings and cars changed. This is my picture from 1978 when my friend Ebi and I travelled as backpackers the Alaska HWY.
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Mile Zero in the Year 2012

Alaska Highway km 454 - Mile 283

Wie gut, dass es die Milepost gibt! Hier ist jeder Kilometer der Alaska Highway-Strecke beschrieben. Mit ganz vielen Tipps, Beschreibung der Hotels, Campingplätze, Sehenswürdigkeiten etc.. Mittlerweile sind wir in Fort Nelson, Meile 283 des Alaska Highway (zählt ab Dawson Creek). Das Gebäude am Eingang unseres Campingplatzes sieht aus wie Wilder Westen. Türöffner zum „Family Restaurant“ sind 2 alte Winchester Gewehre. Und auf dem Foto kann man erkennen, was in einem lokalen Sportgeschäft so alles zu kaufen gibt.
http://www.milepost.com/highway_info/alaska_highway
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Fort Nelson, Mile 283 is our stopover to weather the long weekend (Canada Day). What changed obviously is the type of shops. Instead of cosmetics and other consumer goods, you can buy guns and fishing equipment.
Instead of sun cream you can buy worms and bugs….. and instructions what bait is best for the Lake.
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Sonntag, 1. Juli 2012
Heute ist Kanada Tag
. Um die Parade und die anschließende Feier mitzuerleben, bleiben wir noch in Fort Nelson. Dann geht es weiter bis zum Summit Lake, der höchsten - und kältesten - Stelle am Alaska Highway (Fort Nelson war die niedrigste).
Unser kleiner Nachmittags-Spaziergang entwickelt sich zu einer ausgewachsenen Wanderung. Und am Abend wollen wir nicht ins Bett. Es ist 23 Uhr und immer noch richtig hell draußen.
www.tourismnorthernrockies.ca
 
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Today is Canada Day and we joined the parade in Fort Nelson and afterwards the free Hot Dog buffet.
The afternoon brought us just uphill to Summit Lake, the highest point on
Alaska Highway (and coldest).

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Bei unserer Weiterfahrt -zwischen Fort Nelson und der nächsten Stadt Watson Lake liegen 500 km - unberührte Wälder links und rechts des Alaska Highways, klare Bergflüsse, glasklare Seen, schneegepuderte Berge, unendliche Weite, nur einige
wenige Landhotels und Campingplätze auf der Strecke, kaum Verkehr. Ab und zu bemerken wir: „Schau mal, ein Auto …“.
Und dann sehen wir unser erstes Moose (amerikanischer Elch) und viele Bergziegen entlang der Strecke, die uns heute bis zum Muncho Lake führt. Wunderschöner See, 11 km lang, 1,6 km breit, türkisfarbenes Wasser, herrliche Landschaft. Wir genießen es, mit unserem BiMo direkt am See zu stehen. Happy Hour bei strahlendem Sonnenschein vor dem Abendessen - Karin und Olaf - wir denken an euch!
http://de.wikipedia.org/wiki/Muncho_Lake
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 There is only 500 km wilderness between Fort  Nelson and Watson lake, snow covered mountains and crystall clear lakes. And our first moose along the highway.

We stay overnight directly on the shore of Muncho lake famous for his turquoise waters.

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Alaska Highway km 768

Ein heißer Tipp im wahrsten Sinne des Wortes: wir erreichen Liard Hot Springs. Natürliche heiße Quellen, 39°C warmes Wasser - herrlich. Der naturbelassene Pool gefällt uns ganz besonders gut. Sepp ist wieder in seinem Element!http://www.yukoninfo.com/photogallery/liardhotsprings2.htm
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 A hot issue in the middle of nowhere, Liard Hot Springs gave us a wonderful relaxing evening, when sitting in the 39°C warm water surrounded by a beautiful nature with 104 different birds (Terry this would be something for you).
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Heute haben wir ganz besonders viel Glück und sehen auf unserer Tagesstrecke am Straßenrand 3 (!) Bären und 2 Bisons.
Von British Columbia fahren wir nach Yukon, doppelt so groß wie Großbritannien, 34.250 Einwohner, 70.000 Elche. Yukon - Land der  Bären, Elche, Wölfe und Karibus.
Wir machen Halt in Watson Lake, der ersten (und zweitgrößten) Stadt im Yukon mit 1.525 Einwohnern. Watson Lake ist berühmt für seinen „Schilderwald“ - 71.725 bis heute, jetzt 71.726. Wir bringen natürlich auch unser Schild an - haben wir zu Hause in weiser Voraussicht anfertigen lassen.
http://www.yukoninfo.com/ http://www.watsonlake.ca/
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This day was our wildlife day, 3 bears and 2 bisons on the road. We left British Columbia and arrived at Watson Lake, the first town in Yukon and famous for his signpost. We have brought our own plate of course....
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Freitag, 6. Juli 2012 - Alaska Highway km 1294 - Meile 809

In Watson Lake treffen wir uns mit Mariana und Michael, die wir in Halifax kennengelernt haben. Die Beiden sind mit einer sehr interessanten multinationalen Kulturexpedition insgesamt 2 ½ Jahre unterwegs. Gemeinsam fahren wir weiter an den Teslin See und Fluss und planen gerade eine gemeinsame mehrtägige Kanutour auf dem Teslin River.
23:15 Uhr - es ist immer noch taghell, wir sitzen draußen, haben unser Proviant vor uns ausgebreitet und notieren, was wir morgen in Whitehorse noch einkaufen müssen. Keiner von uns Vieren will ins Bett ...
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We met Mariana and Michael in Watson Lake, another adventure couple driving through America and started with us in halifax 2 months ago. We continue to Johnsons Crossing to find the starting point for our adventure canoe trip on the Teslin River.

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7 Tage mit dem Kanu auf dem Teslin / Yukon -
ein unvergessliches Abenteuer

Am Sonntag starten wir mit unseren beiden Kanus. Einmal losgefahren, gibt es kein Zurück. 193 km Teslin und 180 km Yukon liegen vor uns. Bis zu unserem ersten - und nächsten auf unserer Strecke - Camping-platz gibt es nur eines: Wildnis. Was wir nicht eingepackt haben, werden wir nicht brauchen. Sepp und ich haben z. B.  weder Tassen noch Gläser dabei, kaum zu glauben … 
7 Tage Natur, endlose Stille, unendliche Weite. Keinerlei Zivilisation. Mehrmals übernachten wir an Stellen, wo früher Gold geschürft wurde und noch Überreste von Hütten, Geräten zu sehen sind. Und machen Halt in einem verlassenen Indianerdorf. So bekommen wir eine leise Idee, wie hart das Leben an diesen historischen Stätten war. Wir haben unseren Kocher, Proviant und unsere Zelte dabei und wissen, dass am Ende der Strecke unsere komfortablen fahrenden „Hotels“ auf uns warten. 
Beide Flüsse haben Hochwasser und sind entsprechend schnell unterwegs - bis zu 12 km/h. Das Anlanden am Abend ist gar nicht so einfach und manchmal auch  unmöglich. Sepp ist unser Navigator und sagt uns immer, wo die nächste Engstelle kommt und wo wir am besten entlangpaddeln. Wie gut, dass die Strecke in einem Buch beschrieben ist. Woran erkennt man einen möglichen Übernachtungsplatz? Meist nur an einer vom Fluss aus sichtbaren Querstange zwischen 2 Bäumen, von Vorgängern angebracht, um das Proviant aufzuhängen, damit der Bär nicht rankommt. Vom Fluss aus sehen wir „Wildlife“: einen badenden - und tauchenden! - Elch, viele majestätisch kreisende Adler, auch zwei Grizzlybären. Zum Glück besucht keiner der im Yukon lebenden Bären unsere Lagerplätze, dafür „gefühlte“ 1000de von Stechmücken. Rund 10.000 Schwarzbären und ungefähr 7000 Grizzlies durchstreifen dieses weitgehend wilde Land... Jede Nacht hängen die Männer unsere Essenskisten zwischen 2 Bäume an eine Querstange, das Bärenspray ist griffbereit im Zelt, daneben das Anti-Moskito-Spray.
Der Wettergott zeigt uns in den 7 Tagen, was er so alles kann: Sonne, Regen, Hagel, viel Wind (auch Gegenwind …). An manchen Tagen ist es auch tagsüber ganz schön kalt, ungemütlich kalt. Und wir können nicht einfach aussteigen und uns unterstellen. Die Fahrt geht weiter … 
Jetzt sind wir angekommen am Ziel - Carmacks. Sind stolz, alles so gut gemeistert zu haben, hatten eine wirklich gute -und auch lustige - Zeit miteinander. Ab Mitte der Woche ein eingespieltes Team, auch an Land. Sepp sägt unser Holz fürs Feuer, Gerhild ist der Feuermacher, Michael kocht für uns - sehr lecker - und Mariana verwaltet und rationiert unser Proviant. „Nebenbei“ malt unsere Künstlerin während unserer Flussfahrt vom Kanu aus viele Aquarelle, nachdem wir entdeckt haben, dass wir am besten als improvisierter Katamaran fahren. Ich schaue zu und lerne. 
Zurück in unserer gewohnten Welt empfinden wir das „Normale“ zunächst als un-gewöhnlich. Die erste Dusche und Haare waschen (herrlich!), Toiletten, Menschen, Häuser, Autos um uns herum. Nicht mehr Kanu entladen, Zelte aufbauen … Wie wird wohl die erste Nacht in unserem Wohnmobil sein? Mit einem intensiven Gefühl der Dankbarkeit für all die Annehmlichkeiten unseres heutigen Lebens: fließendes Wasser, ein warmes Bett … 
http://de.wikipedia.org/wiki/Yukon_River
www.mariana-steiner.de 

Eine ausführliche Beschreibung unserer Tour steht auf Marianas und Michaels Homepage: http://www.panamericanarte.com/2012/07/28/kanada/von-den-nationalparks-jasper-und-banff-in-die-wildnis-des-nordens/
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 The great Adventure: 7 days paddling the Teslin- / Yukon River

We start our canoe trip in Johnsons Crossing and finish in Carmacks 370 km later. The weather started sunny before it turned rainy and cold (4C in the morning) followed by sunshine and rain again. We saw eagles, a swimming moose and a grizzly watching us from the shore when paddling by. The rivers had high water so paddling was easy with a current up to 12 km/h, but getting on shore and finding a suitable high water camp was a challenge. But soon we had our routine, setting up tents, making campfire to drive the mosquitos away, cook some meals and get to sleep before it gets too cold. But the feeling was gorgeous; the only noise at night was the sound of the river. But after 7 days we “super” enjoyed a hot shower and sleeping in the luxury of our campervan.
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Impressionen vom Yukon - Yukon impressions

„What a difference a day makes“. Größer könnte der Kontrast nicht sein: nach der  Stille auf dem Yukon zurück im prallen Leben. In Dawson City, DER  Goldgräberstadt, ist die Zeit irgendwie stehengeblieben. Sepp war vor 30 Jahren schon mal hier und meint, die Stadt sieht noch aus wie früher. Nostalgischer Charme, Gebäude aus der Goldgräberzeit, die Straßen nicht asphaltiert. In Gerties Gambling Hall versuchen wir unser Glück am „einarmigen Banditen“, sehen eine Gold Rush Can-Can Show. Natürlich wollen wir alle vier Gold finden. Eine kleine Goldmiene mit „Goldgarantie“ lässt uns fündig werden, zwar nur Splitter, aber wir haben auf jeden Fall Spaß, ganz besonders bei unserer  2-stündigen Führung durch die Stadt. Highlight des Tages: Sepp hat gerade eben ein "Sourtoe Certificate" erworben. Wollt ihr mehr darüber wissen? http://www.youtube.com/watch?v=hGzfENx7I-U
Aktuelle Zeit: 23:45 Uhr. Draußen scheint immer noch die Sonne. Sie geht um 1:30 Uhr unter und um 2:30 Uhr wieder auf. Perfekt für eine Nachteule wie mich ...
www.dawsoncity.ca
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What a dfference, Yesterday the great outdoor adventure and today the gold rush town Dawson City with all the amenities like Gerties Gambling Hall with Poker, Slot machines and dancing girls. We tried gold panning and we found at least some milligrams worth app. 10$.
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